Als wertvolle Ersatzlebensräume nach dem Autobahnbau geschaffen, bilden der Fröschenweiher und das angrenzende Wasserloch heute zentrale Pfeiler der regionalen Amphibienförderung. Durch geplante Aufwertungen soll hier eine neue Auenlandschaft entstehen, die historische Naturwerte mit modernen Vernetzungsstrategien verbindet.
Geschichte
Der Fröschenweiher entstand als direkter Realersatz für den ehemaligen Salmenweiher, der dem Autobahnbau und der Gewerbezonen-Erweiterung weichen musste. Er wird durch den Mareilislochbach gespeist. Ursprünglich wurden hier gezielt Amphibienlaich und Jungtiere sowie Karpfen eingesetzt, um den Verlust der alten Lebensräume zu kompensieren. Das gesamte Areal befindet sich im Besitz der Ortsbürgergemeinde Rheinfelden.
Lebensräume und Arten
Das Gebiet fungiert als Amphibienlaichgebiet von potenziell nationaler Bedeutung:
Wassersystem: Der Mareilislochbach sichert die Frischwasserzufuhr des Fröschenweihers.
Wald-Biotop: Das Projekt «Wasserloch» zielt darauf ab, überschüssiges Weiherwasser gezielt zur Vernässung des Waldbodens zu nutzen.
Pionierarten: Durch die geplanten neuen Weiher und die Waldvernässung wird insbesondere Lebensraum für Pionieramphibien geschaffen, die auf wechselfeuchte Bedingungen angewiesen sind.
Zukunft
In den kommenden Jahren steht eine umfassende Sanierung des Fröschenweihers an. Eine wegweisende Neuerung ist die Umleitung des überschüssigen Wassers: Statt wie bisher eingedolt abzufliessen, soll es künftig das «Wasserloch» speisen und dort einen Erlenbruchwald entstehen lassen. Dieses Vorhaben ist als ökologischer Ausgleich für die Überbauung «Schiffacker» geplant und soll die Vernetzung zur Bachaue «Ängi» im Westen, zur «Chilli» im Norden und in Richtung Möhlin im Osten massgeblich stärken.


