Aktuell

25. November 2021

Das Jahresprogramm 2022 ist aufgeschaltet

Donnerstag, 11. November 2021

Vermisster Storch wieder aufgetaucht

Storch Storchenstation Möhlin Rheinfelden

Der im Jahre 2017 in Rheinfelden beringte und besenderte Weissstorch Thierry lebt höchstwahrscheinlich noch und verbringt den Winter im warmen Süden.

Mehr dazu im Bericht von Stephan Kaiser:

Montag, 25. Oktober 2021

Der 5. Newsletter des NVR ist erschienen

Themen sind u.a.

Freitag, 13. August 2021

Mausohren und Martinskirche

Zwei Neuigkeiten:

- Die vermissten Mausohren-Weibchen sind wieder da, ca. 110 Tiere - aber leider keinerlei Jungtiere.

- Große Wasserschäden in der Martinskirche: Die Dächer der Seitenschiffe müssen dringend saniert werden. Fledertierfreundliche Lösungen sind dringend gesucht!

Anfang August 2021

2021 auch ein trauriges Jahr für die Mausohren

Die extremen Witterungsverhältnisse über Wochen, ja Monate haben leider dazu geführt, dass ein ganzer Jahrgang junger Mausohren verloren ist. Die nasskalte Witterung hat es den Fledermausweibchen verunmöglicht, genügend Futter zu finden und damit die nötige Energie zu gewinnen, um ihre Jungen zu säugen und zu wärmen. So sind wohl praktisch alle Jungtiere verhungert. Im Estrich der Martinskirche, wo in den letzten Jahren regelmässig gegen 100 Mausohren ihre Jungen zur Welt gebracht haben, wurden bis Ende Juli von den Betreuern des NVR etwa 80 tote Jungtiere aufgefunden. Die Mütter, welche normalerweise im August noch angetroffen werden, waren auch nicht mehr da.

Ein kleiner Trost immerhin: Da diese Situation praktisch schweizweit angetroffen wird, kann mit grosser Sicherheit davon ausgegangen werden, dass es nicht die aktuelle Renovation der Martins-Kirche ist, welche das Malaise verursacht hat.

Bilder vom Dachboden des südlichen Seitenschiffs in der Martinskirche. Fotos li. Ruedi Gass, re. Therese Hotz

26. Juli 2021

Wiedehopf auf Besuch in Rheinfelden

 NVR-Mitglied Marianne Schmid hat uns mitgeteilt: 

"Soeben habe ich eine höchst erfreuliche ornithologische Sichtung gemacht, welche ich gerne mit Ihnen und dem NVR teilen möchte: Auf der Stadtmauer setzte sich für wenige Minuten ein Wiedehopf hin, bevor er dann wieder Richtung Stadtpark von dannen zog. Leider ging´s zu rasch und meine Kamera war nicht zur Hand ... Es wäre wirklich wunderbar, wenn solche Prachtsvögel nicht an der Region vorbeiziehen sondern auch einmal hier brüten würden."

Die letzte Meldung an den NVR über eine Wiedehopf-Sichtung in Rheinfelden kam von Marianne Werner am 26. August 2016

Dieses Bild  - nebst vielen anderen - wurde dem NVR freundlicherweise von Frau Denise Stuber, Elfingen, zur Verfügung gestellt

14. Mai 2021

Hochbetrieb bei den Uferschwalben in der Hard

Über 200 Brutröhren wurden dieses Jahr gezählt

Der "Sandhaufen" (Uferschwalbenwand) einmal aus einer anderen Perspektive

4. Mai 2021

Storchenbrut erneut der Wetterunbill zum Opfer gefallen

Ausserordentlich früh hat das bereits im Februar zurückgekehrte Storchenpaar mit der Eiablage das diesjährige

Brutgeschäft begonnen. Bereits um den 20. April schlüpften vier Junge, die sich in den ersten zehn Tagen gut entwickelten.

Nun hat die nasskalte Witterung des vergangenen Wochenendes der Jungenaufzucht ein jähes Ende bereitet. Die Storcheneltern haben die verendeten Jungen aus dem Horst entfernt. Drei von ihnen wurden heute am Fuss des Storchennest(Kupfer)turmes aufgefunden.

Jungstorchkadaver,  Bild: Marcel Hauri

22. April 2021

Die Rosshimmelbrücke wird zum Wildtierkorridor

Wildtierkorridor Naturschutz Rheinfelden NVR kostengünstig Umbau Brücke
Rosshimmelbrücke von Süden mit dem Bodensubstrat auf der Ostseite. Foto: Forstdienst Rheinfelden

In diesen Tagen ist die schon lange angedachte Umwandlung der Rosshimmelbrücke Tatsache geworden. Die im letzten Herbst vom Kanton mit der technischen Erneuerung der Brücke (bis zum Neu-Streichen des Geländers) begonnene Arbeit ist nun von den Rheinfelder Förstern zu Ende gebracht worden.

 

Nachdem schon vor einiger Zeit beidseitig ca. 1.50 m hohe Holzwände als Blendschutz montiert worden sind, ist nun mit dem Einbringen des Bodensubstrats auf rund 2m Breite und der Pflanzung von rund 60 Wildsträuchern das Ziel praktisch erreicht. Es fehlt noch die geplante Einsaat einer Trockenwiese - und natürlich Einiges an Regen - dann kann die Begrünung eines Teil der Brücke beginnen.

 

Es ist zu hoffen, dass mit dieser relativ kostengünstigen Modifikation einer Strassenbrücke all denjenigen Tieren das Überqueren der Autobahn erleichtert wird, die mit den Lichtern der Autobahn und einer Asphaltpiste ein Problem haben.


Nachtrag: August  2021 - die Brücke blüht 

19. April

Im Naturschutzgebiet Aengi herrscht schon Hochbetrieb

Naturschutz Amphibien Naturschutzgebiet Rheinfelden Natur NVR
Kaulquappengemenge im nördlichen Weiher der Aengi. Foto MT

14. April 2021

Die Uferschwalben sind eingetroffen

Uferschwalben, Naturschutzgebiet Hard, Rheinfelden, NVR
Uferschwalben über der künstlichen Uferwand in der Hard Rheinfelden. Foto: Ruedi Gass, 14.4.2021

Weitere Bilder vom Treiben der Uferschwalben vor der Rheinfelder Wand finden sich in der Bilder-Galerie.


12. April 2021

Der dritte Newsletter des NVR ist erschienen

Themen sind u.a.

Tier des Jahres: Der Bachflohkrebs

Vorbildlicher Artenschutz der Saline Riburg

Voranzeige: Der NVR engagiert sich auch diesen Sommer wieder beim Ferienspass

Renovation der Stadtkirche und die Fledermäuse

Nisthilfenbericht 2020

Die Rosshimmelbrücke wird ökologisch aufgewertet

u.a.m.

11. April 2021

NVR-Budget 2021 genehmigt

Die Frist zur Abstimmung über das Budget 2021 ist am 11.4.21 abgelaufen.

47 Mitglieder haben auf die Umfrage geantwortet und ihre Stimme abgegeben.

Resultat:

  • 46 Ja
  • 0 Nein
  • 1 Enthaltung (aus technischen Gründen)

21. März 2021

Die Saline Riburg baut aus – für ihre gefiederten Sommergäste

Mehlschwalben Schwalbenhaus Saline Riburg Rheinfelden

Durch die Presse hat die Öffentlichkeit erfahren, dass die Schweizer Salinen im zu Ende gehenden Winter >130'000 Tonnen Auftausalz verkauft haben. Nicht bekannt ist, dass auf dem Werkareal der Saline Riburg durch das Anlegen von Kleinstrukturen (Sand-, Holz-, Steinhaufen), Heckenpflanzungen usw. einiges für die Förderung der Artenvielfalt an Fauna und Flora geleistet wurde und noch wird.

An der alten Verdampfungsanlage besteht schon seit einigen Jahren eine beachtliche Mehlschwalben-Brutkolonie. Die gefiederten Sommergäste haben im Laufe der Jahre unter verschiedenen Dachvorsprüngen mehr als 80 natürliche Nester gebaut.


Die in der vergangenen Brutsaison im Vergleich zu den Vorjahren äusserst schlecht besetzten Nester sind aber fast ausnahmslos arg beschädigt und drohen gänzlich auseinander zu brechen.

Diese Woche nun wurde auf dem Fabrikareal für die Mehlschwalben eine vorfabrizierte Ersatzbleibe, ein sog. Schwalbenhaus, aufgestellt, denn die Verantwortlichen der Saline wollen die Schwalbenkolonie unbedingt erhalten. Beim Schwalbenhaus mit 28 Kunstnestern auf rund fünf Metern über Boden werden im Dachgeschoss zusätzlich Nistplätze für Mauersegler (auch «Spyren» genannt) angeboten.

Hoffentlich finden die bald aus ihrem Überwinterungsgebiet zurückkehrenden Schwalben das neue «Hotelangebot» ganz in der Nähe ihrer bisherigen Sommer-Unterkunft.

 

Text und Foto: Stephan Kaiser

18. März 2021

Die Störche haben mit dem Nestbau begonnen

Weissstorch Vogelschutz Natur Rheinfelden Biodiversität
Auf dem Storchennest-Turm (offiziell: Kupferturm)

Bereits im vergangenen Monat sind in Rheinfelden die Störche auf den Storchennestturm und auf einen der alten Bohrtürme hinter der Saline Riburg zurückgekehrt. Trotz der kühlen Temperaturen haben sie in diesen Tagen mit dem Horst(weiter)bau begonnen. Das erstgenannte Storchenpaar holt sein Nistmaterial (heruntergefallene Äste, Grasbüschel) vorwiegend am deutschen Rheinufer, im noch unüberbauten “Adelberg”. Bei der Ankunft auf dem Horst begrüsst sich das Paar jeweils mit lautem Geklapper, das weitherum hörbar ist.

Um ganz nahe am Brutgeschehen zu sein, den Horstbau, das Brutgeschäft, evtl. das Schlüpfen der Jungstörche, deren Fütterung usw. aus der Nähe beobachten zu können, hat der Verein “Für üsi Witi” bei zwei seiner Horste in Altreu Live-Nestkameras angebracht, welche über den Link

www.infowiti.ch/de/infozentrum/nestkamera angeschaut werden können.

Weitere Webcams sind unter der Website des Vereins Storch-Schweiz

www.storch-schweiz.ch/wissen/infos-tipps/webcams/ zu finden.

Der NVR wünscht gute Unterhaltung und interessante Beobachtungen.

Text: Stephan Kaiser / Archivbild: Ruedi Gass

7. März 2021

Nachwuchsförderung bei der Wasseramsel

Die etwa starengrosse Wasseramsel mit ihrer dunkelbraunen bis schiefergrauen Oberseite und der schneeweissen Brust ist vornehmlich an schnellfliessenden, sauerstoffreichen Gewässern mit zumindest ab­schnittsweise dicht bebuschten Ufern anzutreffen. Dort findet sie auch ihre Nahrung, vorwiegend Wasserinsekten, nach denen sie tauchend jagt. Sie ist einer unserer wenigen Singvögel, die schwimmen und tauchen. Die Paarbildung beginnt bereits im Herbst und erreicht im Spätwinter ihren Höhepunkt. Schon gegen Ende Februar wird oft mit dem Bau des kugel-förmigen Nests begonnen. Geeignete Nistplätze sind in den Bruthabitaten der Wasseramsel meist rar.

Werner Looser und Stephan Kaiser haben noch im Februar aus Lärchenholz geeignete Brutkästen angefertigt und diese als Ersatz für die zunehmend von Tauben benutzten alten Nistgeräte unter Brücken montiert. Das Einflugloch ist kaum sichtbar, denn der Anflug zur Brutkammer erfolgt von unten.

Stephan Kaiser

5. März 2021

Nistkasten- und Fledermausbericht 2020

Statistik über Anzahl Vögel Vogelbruten in Rheinflden 2020

Meisen: Von den 275 kontrollierten Nistkästen waren 81% besetzt, was ein sehr gutes Resultat ist.

 

Mauersegler oder Spyren: Leider konnten wegen der Corona-Pandemie die Spyrenkästen nicht kontrolliert werden (die Feuerwehr stand nicht zur Verfügung).

 

Waldkauz: Wie schon in den letzten Jahren steht es mit den Waldkauz-Bruten schlecht. Meisen oder Kleiber, Hornissen und Wildbienen benutzten die grossen Nistkästen. Nur leider in einem Waldkauzkasten im Heimeholz fand eine Brut statt.

 

Turmfalke: Im letzten Jahr wurden total 9 Bruten (Vorjahr 7) mit total 40 Jungen gezählt.

 

Schleiereule: Hier gab es schon wieder eine Zunahme 3 Bruten mit 14 Jungen!

 

Weissstorch: Wiederum gab es auf dem Kupferturm oder Storchennestturm, sowie bei der Saline 2 Bruten. Beide Paare brüteten je 4 Eier aus. Leider fiel an beiden Orten die Hälfte der Jungen der nasskalten Witterung zum Opfer.

 

Mehlschwalben: Aufgrund der Corona-Pandemiemassnahmen konnten bestandesmässig nicht alle Kolonien überprüft werden. Bei den kontrollierten Standorten konnte seit langer Zeit erstmals eine kleine Zunahme festgestellt werden.

 

Uferschwalben: Die Kolonie entwickelt sich gut. Mindestens 120 Brutröhren konnten in der Uferschwalben-Burg bei der Autobahnspange gezählt werden.

 

Fledermäuse: Die Wochenstube der Grossen Mausohren in der St. Martinskirche hat sich auf tiefem Niveau stabilisiert. 2020 wurden ca. 105 Grosse Mausohren (75 Alttiere und 30 Jungtiere) gezählt. Vor 10 Jahren zählte man noch 250 Tiere.

Ruedi Gass