Aktuell

November: Die letzten Blätter fallen

Samstag, 26. Oktober 2019

6. Rheinfelder Naturschutztag: Von Eidechsen und Fröschen

Pflegearbeiten beim Judenweiher am 6. Rheinfelder Naturschutztag. Bilder von diversen Forografen (weitere Bilder unter Bilder-Galerie)

Rund 20 Personen haben am 6. Rheinfelder Naturschutztag des Natur- und Vogelschutz Rheinfelden (NVR) und der Stadt teilgenommen. Dabei ging es um die Verbesserung der Lebensräume für wechselwarme Tiere wie Frösche und Eidechsen.

Im Naturschutzgebiet Judenweiher wurde aus Holz, das der Forst vorgängig zur Auflichtung des Gebiets gerodet hatte, zu grossen Holzhaufen aufgeschichtet. Diese dienen den Amphibien und Reptilien als sogenannte Zeitwohnung von Herbst bis Frühling, um sich darin zu verkriechen und frostfrei zu überwintern. Ein paar wenige Grasfrösche und Erdkröten sind noch rumgehüpft und haben somit gezeigt, dass sie sich auf die neuen Behausungen freuen.

Beim Reptilienstandort rund um das ehemalige Restaurant Dreikönig wurden in Handarbeit die steinigen Rabatten vom überbordenden Bewuchs befreit, nachdem die Stadtgärtnerei zuvor einen Teil der Hecke stark zurückgenschnitten hatte. Mit beiden Massnahmen wurde dafür gesorgt, dass die Eidechsen im Frühling sonnige, offene Flächen finden, um sich nach der Winterstarre schnell aufwärmen zu können.

Freitag, 20. September 2019

Spatenstich Wärmezentrale Rüchi

Der NVR hat durch die seine Einwendung via BirdLife Aargau erreicht, dass der im Bau-Perimeter liegende Amphibien-Weiher nicht einfach verschwindet, sondern währen der Bauzeit durch durch ein Provisorium sichergestellt werden muss, dass die im nächsten Frühjahr eintreffenden Amphibien wieder eine Laichgelegenheit vorfinden, bevor am Ende der Bauzeit ein definitiver Weiher eingerichtet wird.

Dank konstruktiver Gespräche mit der Bauherrschaft (AEW) konnten für die definitive Umgebungsgestaltung wichtige Verbesserungen erzielt werden.

Amphibien-Weiher nach dem Abholzen des umgebenden Wäldchens.   Fotos M. Thüer 7. April 2019

Samstag, 10. August

Der Storchenpic 2019 ist (Erfolgs-) Geschichte

Ende Juli

Die Karawane nach Süden ist angelaufen

Kaum naht der 1. August, sind die Spyren weg. Sie sind auf dem langen Weg in den Süden Afrikas. Aber pünktlich wie eine Schweizer Uhr werden sie in der letzten Aprilwoche 2020  wieder bei uns am Himmel zu sehen sein. (hoffentlich)   JPa

Von Störchen, Uferschwalben und Mausohren wird demnächst Ähnliches festzustellen sein.

Schon etwas früher sind 5 Jungfalken ausgeflogen. Die 12. Brut in unserem mit der Falkencam überwachten Horst  in Bahnhofnähe hat offenbar nicht darunter gelitten, dass in allernächster Nähe intensiv gebaut wurde.

Mittwoch, 19. Juni

Bruterfolgskontrolle bei den Spyren

An zwei Abenden wurden Mauersegler-Brutkästen inspiziert. 86 % der Kästen waren belegt. Dabei hat die Feuerwehr den NVR, wie immer, tatkräftig unterstützt, wofür ihr ein grosser Dank gebührt.

Die Inspizierenden können bei diesen Aktionen jeweils tolle Aussichten auf die Stadt geniessen.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Falken Webcam!

Nahe der Altstadt in Rheinfelden brütet seit vielen Jahren ein Turmfalkenpärchen. Der Horst wird mit einer Kamera überwacht.

Juli: Die nunmehr 12. Falkenbrut ist erfolgreich zu Ende gegangen. Fünf Jungfalken sind unterdessen ausgeflogen.

Der Link auf die Falkencam ist darum gelöscht, kann aber voraussichtlich im nächsten Jahr wieder aktiviert werden.

Turmfalken im Horst nähe der Altstadt Rheinfelden
www.falkencam.ch

Dienstag, 4. Juni 2019

Bruterfolg bei den Schleiereulen

Bei der Kontrolle der Schleiereulenkästen Ende Mai konnten zwei Bruten festgestellt werden, welche beide in Landwirtschaftsgebäuden zu finden sind. Im einen Kasten hielten sich nebst einem Altvogel sechs bald flügge Junge auf. Im andern Nistgerät fanden wir gar sieben Junge, wobei hier der Altersunterschied klar ersichtlich ist (s. Foto). Dieser rührt daher, weil die Eulen meist sofort nach der ersten Eiablage zu brüten beginnen. Somit könnte im Falle einer Eiablage jeden zweiten Tag der Altersunterschiede vom Jüngsten zum Ältesten mehr als zehn Tage betragen. Die nur wenige Tage alten Eulen haben erst weisse Flaumfedern, während bei den älteren Jungkäuzen der Gesichtsschleier und die spätere Gefiederfarbe schon klar erkennbar sind. Bei einer z.B. witterungsbedingt eintretenden Futterknappheit werden die Jüngsten von den Eltern an die älteren Geschwister verfüttert, wodurch die Überlebens-Chance der Stärksten steigt. sk

 


Samstag, 25. Mai 2019

Gelbbauchunken in der Hard

Im Stöpselweiher in der Hard Rheinfelden ist Leben eingekehrt. Es wurden mindestens 10 der in der Schweiz gefährdeten, Gelbbauchunken (Bombina variegata) beobachtet. Teilweise haben die Tiere auch gerufen. Ein Zeichen, dass sie sich bald fortpflanzen werden. Laichschnüre wurde aber noch keine entdeckt.
Die Gelbbauchunken sind von oben betrachtet unscheinbar grün-braun am Bauch aber leuchtend gelb.
Viel Wissenswertes zu den Gelbbauchunken und allen anderen Amphibienarten der Schweiz finden Sie auf

Freitag, 17. Mai 2019

Doch noch Erfreuliches von den Störchen

Über das Wochenende vom 12. Mai sind auf dem westlichsten der ehemaligen Salzbohrtürme unmittelbar hinter der Saline (das Holzgebäude stand mehrere Jahre im Stadtpark) 3 Jungstörche geschlüpft. Die nun steigenden Temperaturen werden deren Überlebenschancen erhöhen. Dieses Elternpaar ist ebenfalls nicht beringt.

Auf dem Storchennestturm scheint es nun doch nicht zu einem Nachgelege zu kommen.

SK

Donnerstag, 9. Mai 2019

Nachtigall und Schafstelze in Rheinfelden

Die zwei seltenen Vogelarten sind zurzeit in Rheinfelden zu beobachten.

Nachtigall, Luscinia megarhynchos, Feldschlösschen Rheinfelden

Eine Nachtigall singt im Bereich Ligusterweg beim Feldschlösschen Rheinfelden.

Wer den Gesang noch nie gehört hat kann ihn auf der Webseite der Vogelwarte Sempach hören.

Ein paar interessante Aspekte zum auffälligen Gesang der Nachtigall hat die Zeitung "Die Zeit" in diesem Artikel publiziert.

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Nachtigall_Schlaf mit mir Baby_ Die Zeit
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Schafstelze, Motacilla flava, mänchen im Prachtkleid, Rheinfelden Magden

Ein Schafstelzen-Paar wurde im Naturschutzgebiet "Ängi" zwischen Rheinfelden und Magden gesichtet.  Die Schafstelze ist ein relativ häufiger Durchzieher brütet aber nur sehr selten in der Schweiz. Ob das Paar in Rheinfelden brüten wird ist noch unklar.

Bild: birds-online.ch, Männchen im Prachtkleid, Unterart: Motacilla flava.

Sonntag, 5. Mai 2019

Jungstörche auf Storchennesttrum gestorben

Störche in Rheinfelden Fricktal Schweiz

Was sich vor Wochenfrist als Erfolgsgeschichte anzubahnen schien, hat leider ein jähes Ende gefunden. Die vier Jungstörche auf dem Storchennestturm sind sehr wahrscheinlich dem Regenwetter zum Opfer gefallen. Schon am vergangenen Samstagmorgen 27. März 2019 fiel auf, dass ein Altstorch teilnahmslos am Horstrand stand. Trotzdem bestand kaum Anlass zur Sorgen, die rund eine Woche alten Jungstörche sollten eigentlich von ihren Eltern gehudert und so in deren Körperwärme und Gefieder den nicht so sehr intensiven Regen problemlos überstehen. Nach dem Wochenende stieg ich erneut in den Obertorturm und musste mit dem Fernrohr feststellen, dass der Horst leer war.

 

Bald danach flog aber das Elternpaar mit Nistmaterial herbei, welches es auf dem Horst verteilte. Ebenfalls konnte eine Paarung der beiden beobachtet werden. Dies ist nach der Eiablage eher selten. Ich wage zu hoffen, dass es zu einem sog. Nachgelege kommen könnte. Junge würden dann allerdings erst im Juni schlüpfen, und hätten wohl Mühe, rechtzeitig zum Wegzug ins Überwinterungsquartier genügend erstarkt zu sein. Wir lassen uns gerne positiv überraschen.

Hat jemand Beobachtungen zum Verlust der Jungstörche im Zietraum um den 2. Mai 2019 gemacht? Es würden uns interessieren. Kontakt

 

Auf dem ehemaligen Salzbohrturm hinter der Saline Riburg, hat dieses Jahr ebenfalls ein unberingtes Storchenpaar den Horst wieder bezogen. Bereits im vergangenen Jahr wurden dort zwei Jungstörche grossgezogen, welche auch beringt werden konnten. Das Paar ist wiederum etwas später auf den Horst zurückgekehrt, was zur Folge hat, dass es noch immer mit dem Ausbrüten der Eier beschäftigt ist. Hoffen wir, dass es mit der Jungenaufzucht mehr Erfolg haben wird.

Bericht: Stephan Kaiser

Freitag, 3. Mai 2019

Gartenrotschwanz im Robersten-Quartier

Gartenrotschwanz in Rheinfelden seltene Vögel

Seit vier Tagen singt ein bei uns sehr seltener Gartenrotschwanz im Garten der Häuserreihe zwischen Roberstenstrasse / Flossländeweg / Carl-Güntert-Strasse / FranzJosef- Dietschy-Weg. Möglich, dass der Gartenrotschwanz nur vorübergehend hierbleibt. Vor zwei Jahren hatte man ebenfalls einen Gartenrotschwanz in der Nähe des Robersten-Schulhauses singen hören. Nach gut einer Woche war er dann wieder weg.

 

Leider ist er auch dieses Jahr nicht geblieben. Seit 4.5. wurde er nicht mehr gehört.

 Mehr zum Gartenrotschwanz z.B. bei www.nabu.de

 


Freitag, 26. April 2019

4 junge Störche auf dem Storchennestturm

Störche in Rheinfelden, auf dem Storchennestturm
Bild: Stephan Kaiser

Liebe Storchenfreunde

 

Obwohl unsere Sommergäste auf dem Turm dieses Jahr im Vergleich zu den Vorjahren mit ein paar Tagen “Verspätung” eingetroffen waren, sind, wohl bedingt durch das schöne Frühlingswetter, bereits um den 20. April vier Junge geschlüpft. Diese werden fleissig gefüttert (das Hervorwürgen der Nahrung der Altvögel kann von blossem Auge beobachtet) und gehudert, was bei der derzeitigen Witterung unverzichtbar ist.

Sofern keine intensiven, stundenlangen Regenschauer 
und tiefen Temperaturen auftreten, sind die Voraussetzungen für die Jungenaufzucht optimal.

SK

Um den 18. April 2019

Uferschwalben und Mauersegler sind eingetroffen


Montag, 8. April 2019

Instabile Uferschwalbenwand in Rekordzeit saniert

Am 20. März kam die Meldung, dass sich beim alljährlichen Abstechen der Sandwand gezeigt hatte, dass die Wand nicht mehr stabil ist, also jederzeit einbrechen kann. Da die Schwalben im Laufe des Monats April erwartet werden, kam Hektik auf, denn mit einem gelegentlichen Ersatz der Wand war zwar gerechnet worden, aber nicht schon in diesem Jahr. Dank professioneller Unterstützung durch BirdLife Schweiz, der grossen Flexibilität des spezialisierten Unternehmers Ueli Müller aus Stetten sowie der Möglichkeit zur Vorfinanzierung des Projekts durch den NVR ist es gelungen, die Wand zeitgerecht wieder in Stand zu stellen. 

Für diesen hocheffizienten Einsatz sei hier allen Beteiligten ein grosser Dank ausgesprochen.

 

Übrigens: Wir hatten Glück: Ein gute Woche später, kurz vor Ostern, sind die Schwalben eingetroffen.

(Letztes Jahr kamen sie erst an Pfingsten) und sie sind zahlreich. Mitte Mai 2019 wurde ca. 200 Nisthöhlen gezählt.

 

Läuft seit 26. März 2019

Doppel-Initiative Biodiversität und Landschaft von BirdLife, WWF, Pro Natura u.a.

Dienstag, 2. April 2019

10 neue Doppel-Einfamilienhäuser für Spyren

Mauersegler, Spyren neue Nistkästen, Naturschutz in Rheinfelden Fricktal Aargau

Zum Teil als Ersatz (ur-)alter Nistkästen beim Fuchsloch, aber auch an einem ganz neuen Standort wurden Doppel-Nistkästen für Spyren installiert. Mehr dazu unter: