Alte Saline

Alte Saline & Wäberhölzliweiher

Ein Meilenstein für den Naturschutz in Rheinfelden: Mit der «Alten Saline» realisierte der Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden (NVR) sein erstes Schutzgebiet auf eigenem Land. Zusammen mit dem sanierten Wäberhölzliweiher bildet das Areal einen unverzichtbaren Trittstein zur Vernetzung bedrohter Amphibienarten im regionalen Biotopverbund.

Geschichte
Die Idee entstand 2019, als Brachland auf dem Areal der 1844 gegründeten «Alten Saline» als potenzielles Amphibienparadies entdeckt wurde. Nach dem Kauf des Landes durch den NVR für 15'000 CHF und aufwendigen Schadstoffabklärungen aufgrund der industriellen Vergangenheit (Salzschlacke), begannen im Herbst 2023 die Bauarbeiten. Trotz schwieriger Witterung wurde das Gebiet im Frühjahr 2024 fertiggestellt. Der nahegelegene Wäberhölzliweiher blickt auf eine längere Geschichte zurück: Er wurde bereits 2002 als robuste Betonkonstruktion saniert, nachdem ein früherer Folienweiher wiederholt beschädigt worden war.

Lebensräume und Arten
Das Gebiet umfasst heute ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen:
Weiherlandschaft: In der «Alten Saline» finden sich zwei ablassbare Weiher, die speziell die gefährdete Gelbbauchunke fördern. Auch Erdkröten, Grasfrösche sowie Berg- und Fadenmolche sind hier heimisch.
Vernetzung: Alte Bahngleise dienen als Korridor zu weiteren Naturräumen. Eine Benjeshecke (Totholz) am Wäberhölzliweiher macht das Gewässer zudem für grössere Tiere zugänglich.
Fauna an Land und in der Luft: Neben der Barrenringelnatter profitieren auch Vögel vom neuen Biotop. Ein 2023 installierter Storchenhorst war direkt besetzt; zudem dient das Areal den Mehlschwalben der angrenzenden Siedlung als wertvolles Jagdgebiet.

Zukunft
Die langfristige Sicherung der Gebiete steht im Fokus der Vereinsarbeit. Eine zentrale Herausforderung bleibt die Bekämpfung invasiver Neophyten wie dem asiatischen Staudenknöterich, wofür 2024 eigens eine NVR-Rangergruppe gegründet wurde. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten und die kontinuierliche Pflege der Wasserstellen soll das Gebiet dauerhaft als stabiler Rückzugsort in der Rheinfelder Landschaft bestehen bleiben und die ökologische Infrastruktur weiter stärken.