Verborgen unter Efeu und Gebüsch lag ein alter Kalksteinbruch jahrzehntelang im Dornröschenschlaf. Durch gezielte Freilegung entstand hier ein sonnenexponiertes Refugium, das als wertvoller Trittstein für wärmeliebende Reptilien und Amphibien dient.
Geschichte
Im Rahmen des 4. Rheinfelder Naturschutztages 2017 wurde der verwilderte Steinbruch vom Forstdienst und dem NVR «wachgeküsst». Dichtes Gestrüpp und Efeu wurden entfernt, um die markanten Nagelfluh- und Kalkschichten wieder der Sonne auszusetzen.
Lebensräume und Arten
Der Standort besticht durch seine vertikale Struktur und gespeicherte Wärme:
Kleinstrukturen: Aus gefällten Bäumen und Steinen wurden Ast- und Steinhaufen errichtet, die Unterschlupf für Kleintiere bieten.
Amphibien: Kleine wasserdichte Wannen dienen als erste Laichmöglichkeiten für Unken.
Lage: Als Waldstandort oberhalb der Bachaue «Ängi» ist er ein idealer Winterrückzugsort für Amphibien.
Zukunft
Das Potenzial des Gebiets ist noch nicht voll ausgeschöpft. Geplant ist eine weitere Aufwertung durch ein bis zwei fest installierte Weiher, um die Vernetzung mit den umliegenden Gebieten (Lehmgrube, Birchweiher) zu perfektionieren und das «Dornröschen» als festen Stützpunkt der Biodiversität zu etablieren.


