Bachtele

Naturraum beim Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt & Reservat Bachtalen

Die «Bachtele» bei Ryburg-Schwörstadt zeigt eindrücklich, wie Naturschutzvereine durch Hartnäckigkeit Lebensräume zurückerobern können. Das Reservat an der Mündung des Möhlinbachs ist heute ein regional bedeutendes Refugium zwischen Wasserbau und Industrie.

Geschichte
Nach dem Bau des Kraftwerks (1927–1931) verlandete die idyllische Bucht zusehends. In den 1970er Jahren drohte das Gebiet bei einer Bachsanierung fast vollständig verloren zu gehen. Erst massive Einsprachen des NVR und des NVVM sowie ein ehrenamtliches Gestaltungsprojekt von Martin Erdmann und Karl Weber zwangen die Kraftwerksbetreiber zum Einlenken. 1982 wurde das Naturschutzprojekt schliesslich offiziell genehmigt.

Lebensräume und Arten
Auf rund 8'200 Quadratmetern erstreckt sich eine vielfältige Auenlandschaft:
Wasser & Ufer: Die Restbucht bietet Brutplätze für Wasservögel wie den Eisvogel.
Mosaik: Das Reservat umfasst Weiher, ein Auenwäldchen, Heckenpflanzungen und schützende Waldpufferzonen.
Bedeutung: Durch die Vielfalt an Flora und Fauna gilt das Gebiet heute als Naturreservat von regionaler Bedeutung.

Zukunft
Die Pflege des Gebiets liegt weiterhin in den Händen der Natur- und Vogelschutzvereine Möhlin und Rheinfelden. Da das Land im Staatseigentum verbleibt und die Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt AG für die grundlegenden Erdarbeiten in die Pflicht genommen wurde, ist die Basis für eine dauerhafte ökologische Bewirtschaftung an der Rheingrenze gelegt.